This paper analyzes the first of Salvatore Sciarrino’s “Tre notturni brillanti”. Although not a single “normal” note is played in this piece, it exudes a character that is certainly unfamiliar, yet at the same time virtuosic and richly colorful, and has therefore long been a significant source of inspiration for me. The fleeting figures and elusive sounds make it difficult to grasp the piece immediately upon first hearing or reading it, which for me is also an essential part of its fascination. The aim of this analysis is to gain a deeper insight into the compositional structure of the work and thus to better comprehend the underlying musical mystery.

In der vorliegenden Arbeit wird die erste der „Tre notturni brillanti“ von Salvatore Sciarrino analysiert. Obwohl in diesem Stück kein einziger ‚normaler‘ Ton gespielt wird, strahlt es einen zwar fremden, aber zugleich virtuosen und farbenfroh fließenden Charakter aus und stellt damit seit Langem eine bedeutende Inspirationsquelle für mich dar. Die flüchtigen Figuren und schwer greifbaren Klänge erschweren ein unmittelbares Verständnis des Stücks beim ersten Hören oder Lesen, was für mich zugleich einen wesentlichen Teil seiner Faszination ausmacht. Ziel dieser Analyse ist es, einen tieferen Einblick in die kompositorische Struktur des Werkes zu gewinnen und so das zugrunde liegende musikalische Mysterium besser zu erfassen.